Neuer Vorsitz mit Dreierspitze

Alter und neuer Vorsitz: (v. l.) Dietrich Schneider, Erich Reinke, Stefanie Roeder, Sascha Dornhardt, Manuela Abrolat und Philipp Sternemann

Das Martineum hat einen neuen Vorsitz. Auf dem Frühjahrstreffen am 13. April 2019 wählte die Mitgliederversammlung Dietrich Schneider zum Vorsitzenden und Sascha Dornhardt zum stellvertretenden Vorsitzenden. Zusammen mit Philipp Sternemann, der in den Vorstand kooptiert wird, sind sie als neues Vorsitzenden-Team angetreten, die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen.

Lange Kandidatensuche beendet

Bereits im Herbst hätte die Neuwahl stattfinden sollen. Nach 12 Jahren im Amt als Vorsitzender hatte sich Erich Reinke nicht weder aufstellen lassen, ebenso seine Stellvertreterin Stefanie Roeder. Reinke blickte zunächst zurück auf seine Amtszeit und dankte den Mitgliedern für die gemeinsame Zeit: "Ihr habt Stärken und Schwächen mitgetragen. Wir sind, und das sind keine leeren Worte, eine lebendige christliche Gemeinschaft, für die ich mit Lust, Liebe und Leidenschaft Vorsitzender war." Ebenso dankte er den neuen Kandidaten für ihre Bereitschaft zur Kandidatur. Denn zunächst blieb die Kandidatensuche erfolglos. Im letzten halben Jahr haben die drei neuen Kandidaten gemeinsam mit dem Vorstand ein neues Leitungsmodell erarbeitet. "Wir haben festgestellt, dass es schwierig wird, solche verantwortungsvollen Ämter ehrenamtlich zu besetzen. Also brauchen wir eine neue Form der Verteilung von Lasten, weg von einer Person, hin zu einer mehrfachen Spitze", beschreibt Dietrich Schneider das Konzept, mit dem er mit dem Team angetreten ist. Die Mitgliederversammlung sprach sich nahezu einstimmig für ein solches kooperatives Leitungsmodel und die drei Kandidaten aus.

Verteilung von Aufgaben

Praktisch könne dies bedeuten, dass nun einzelne Sparten aufgeteilt würden. Sascha Dornhardt: "Da wird sich einer mehr um die Belange im Haus und mit den Mitarbeitenden kümmern, der andere mehr die Kontakte nach aussen pflegen und es wird einen geben, der sein Gesicht regelmäßig an der Hochschule und bei den Studierenden zeigen wird." Philipp Sternemann ergänzt: "Es ist geprägt  von Verantwortung und Neues wagen. Wir glauben, dass dieses Modell attraktiv und zukunftsfähig ist, gerade in einer Zeit, wo wir auch in unserer Kirche viel über multiprofessionelle Teams reden." In den geschäftsführenden Vorstand wurde überdies noch das Vorstandsmitglied Diakonin Manuela Abrolat gewählt.

Neue Formen im diakonischen Alltag

Im weiteren Verlauf des Frühjahrstreffens unter dem Motto "Du bist das Martineum - Wer bist du?" stand die Vielfalt diakonischer beruflicher Tätigkeit im Mittelpunkt. Mitglieder gaben Einblicke in diakonische Arbeitsfelder, diskutiert wurden die Bedingungen, die moderne diakonische Arbeit benötigt. "Wir müssen auch dort immer wieder Formen entwickeln, weg von starren Mustern, um angemessen handeln zu können in unserem wunderbaren Beruf", so Schneider zum Ende des Treffen der Diakonengemeinschaft im Lukaszentrum Witten.